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Dubai ist nicht das Problem

Dubai

Die aktuellen Probleme um Dubai sehen wir nicht als ein Problem an, welches die Finanzmärkte über längere Zeit beeindrucken wird. Erstens geht es bei Dubai um über einen noch überschaubaren Betrag, 80 Milliarden Dollar, der nicht ausgefallen ist. Das heisst, Banken in aller Welt müssen das Geld nicht abschreiben, sondern nur veränderte Rückzahlungsmodalitäten in Kauf nehmen.


Ausserdem gibt es noch den grossen Bruder und Nachbar Abu Dhabi. Das Emirat hat Dubai schon häufiger geholfen und tut es auch aktuell mit 5 Mrd Soforthilfe erneut. Dazu verfügt Abu Dhabi über einen Staatsfond mit Mitteln über 800 Milliarden Dollar. Die Scheichs können es sich nicht leisten, einen Nachbarn zu haben, der Pleite gegangen ist. Dies würde die Kreditwürdigkeit des gesamten arabischen Raums auf Jahre in Mitleidenschaft ziehen.

Warum reagiert die Börse so heftig? Wir vermuten, das nach dem starken Anstieg der letzten Tage jeder Anlass zu Gewinnmitnahmen willkommen ist. Ausserdem erinnert Dubai die Marktteilnehmer, dass die Finanzkrise keineswegs ausgestanden ist. Wir können jede Woche mit einem weiteren Staat konfrontiert werden, der bankrott zu gehen droht und keinen reichen Ölstaat als freundlichen Nachbarn hat. Die Kandidaten dafür sind bekannt. Dazu gehören grosse Teile von Osteuropa und auch Griechenland. Die finanziellen Verwerfungen hier wären weitaus folgenreicher als die durch Dubai.

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